Ausflug zum Kapuziner-Kloster St. Anna, Gerlisberg (LU)

Schon am frühen Samstagmorgen des 13. Junis traf sich eine grosse Schar Frauen beim Feuerwehrmagazin Neuhausen, wo uns der von Rattin organisierte Reise-Car abholte. Pünktlich um 9 Uhr fuhren wir frohgelaunt in Richtung Kloster St. Anna Gerlisberg (LU) los mit unserem Chauffeur, Herrn Casanova. Nach einer anfangs problemlosen Fahrt wurde auch der letzte Abschnitt mit Spitzkehren, die uns allen ausser dem Chauffeur Angst machten, in Angriff genommen. Und plötzlich zeigte sich dann vor uns der farbenprächtige Blumen- und Gemüsegarten des Klosters St. Anna mit einem überwältigenden Panoramablick. Unter uns glitzerte im herrlichen Sonnenschein der Vierwaldstädtersee, in dem sich die umliegenden Berge mit dem eindrucksvollen 2128 m hohen Pilatusmassiv widerspiegelten. Ein wenig weiter rechts sahen wir Luzern im gleissenden Sonnenschein, das seinem Namen «Luce= Licht» Ehre machte. Die weissen Schiffe und Segelboote, die auf dem sich spiegelnden himmelblauen See dahinglitten, erwecken in mir die Verse von San Francesco d’Assisi «Gesegnet sei mein Herr für den Bruder Sonne». In dem ich mich dann umschaute, eröffnet sich meinem Blick der Klostergarten, mit den herrlich duftenden Blumen und ein bisschen weiter vorn die Gemüse- und Obstgärten, die in allen Farben schillerten. Kurz gesagt, einfach alles Schöne und Gute, was uns der Herrgott geschenkt hat, lag vor uns.

Es folgte die eindrückliche Klosterführung durch Schwester Maria Raphael. Sehr stark hat uns die Herstellung der Hostien, die wir für unsere kirchlichen Feiern benutzen, beeindruckt. Das lange Verfahren und die Herstellung verschiedener Sorten von Hostien, das keinem bis dato bekannt war, hat uns wirklich überrascht. Nach einem kurzen Gebet in der neugotischen Klosterkirche fuhren wir in Richtung Adligenswil zum Restaurant Rössli, wo uns ein sehr gutes Mittagessen serviert wurde. Gestärkt durch das Mittagsmahl haben wir uns in der lokalen Kirche zu einem Wortgottesdienst, geleitet von Andrea Honegger und unterstützt durch Annemarie Niedermann und Hilde Müller, eingefunden. Wir haben zusammen gebetet und dem Herrgott gedankt für die Personen, die vor 113 Jahren unseren katholischen Frauenverein gegründet haben. Aus tiefstem Herzen hegen aber alle die Hoffnung, dass jetzt nicht alles zu Ende sei, sondern, vielleicht unter einem anderen Namen etwas Neues für unsere Pfarrei ins Leben gerufen werde. Mit so vielen neuen Eindrücken nach Hause zurückgekehrt, habe ich persönlich und sicher auch jede andere von uns den heimlichen Wunsch zu einem gemeinsamen neuen Anfang.

Maria Iolanda Früh-Angelini

Ausflug FG Gerlisberg
Quelle: MA

Bilder von unserem Ausflug